Erstlesebücher zum Schulstart

Das schaffe ich schon alleine!

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Erstlesebücher zum Schulstart

Von Christine Schniedermann

Sie heißen „Leserabe“, „Leselöwen“, „Lesemaus“ oder „Büchersterne“ und richten sich an Erstleser und Grundschulkinder. Nach den Sommerferien stürmen wieder viele Erstklässler in die Schulen und Eltern wie Paten oder Freunde fragen sich, was man zur Einschulung schenken kann oder wie man die I-Döze sinnvoll beim Start in das Schulleben unterstützten kann.

Mittlerweile gibt es eine große Zahl an Erstlesebüchern, die nicht nur verschiedene Geschichten und Charaktere vorstellen, sondern auch ganz unterschiedlich konzipiert sind. Es gibt Lesebilderbücher, die mit Bildern zwischen den Worten arbeiten. Ein Beispiel dafür ist „Juli Löwenzahn“ von Andreas H. Schmachtl (Arena-Verlag) aus der Reihe „Der Bücherbär – Vorschule/1. Klasse“. Hier sehen die Kinder den liebevoll gezeichneten Juli, den sie vielleicht schon aus Vorlesegeschichten kennen, und anschließend wird die Zeichnung mit Worten und weiteren Zeichnungen zu einem Satz ergänzt. „Manche Kinder schrecken vor zu viel Text zurück, weil das Lesen als anstrengend empfunden wird“, sagt Grundschullehrerin Sandra Schulze. Für diese Kinder sei eine Auflockerung durch Bilder manchmal eine Entlastung. „Allerdings würde ich immer auf die Qualität der eingefügten Bilder achten. Wie eindeutig ist das Wort erkennbar? Sonst können auch mal grammatikalisch falsche Sätze entstehen“, empfiehlt die Pädagogin.

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Weitere Varianten sind Bücher, die die Silbentrennung hervorheben oder kurze Sätze haben oder so angelegt sind, dass erst die Eltern ein Stück lesen und dann das Kind. Sandra Schulze sagt: „Je nach Lesertyp würde ich unterschiedliche Ansätze empfehlen. Schrecken die Kinder nicht vor zu viel Text zurück, dann kann man die Bücher mit Silbenkennzeichnung verwenden. Dadurch bekommen die Wörter eine klarere Struktur und auch etwas längere Wörter können richtig erlesen und betont sowie sinngemäß erkannt werden. Beispielsweise Na-se statt Nas-e.“

Mit kurzen Sätzen wie „Alles blüht.“, „Die Erdbeeren duften.“ und „Die Tiere kommen gerne zu Besuch.“ in dem Buch „Erdbeerinchen Erdbeerfee“ arbeitet der neu eingeführte Schritt „Mein Abc-Lesestart“ des Arena-Verlags. „Mit diesem Schritt innerhalb unserer ersten Bücherbär-Stufe werden verstärkt Inhalte über Bilder transportiert, um Gesprächsanlässe zu bieten. Hier tragen wir vor allem den von Wissenschaftlern nachgewiesenen veränderten Lesegewohnheiten der Kinder Rechnung, die aus der zunehmenden Nutzung der sozialen Medien resultiert und liefern moderne Leselernlektüre“, sagt Susanne Baummann, Sprecherin des Arena-Verlags. Auch der Kinderbuchverlag weiß natürlich, dass Kinder unterschiedlich das Lesen erlernen. „Durch die fließenden Übergänge innerhalb der drei Lesestufen holen wir die Kinder dort ab, wo sie sich gerade in ihrem ganz persönlichen Leselernprozess befinden“, erklärt Baumann das Konzept.

Viele Eltern machen sich bereits vor Schulbeginn Gedanken, ob sie mit den Kindern schon lesen sollten. „Ich würde das Lesen nur dann vorher üben, wenn das Kind Interesse zeigt“, sagt Sandra Schulze. „Aber sobald es dann angefangen hat in der Schule zu lesen, sollte man am Ball bleiben. Lesehausaufgaben aus der Fibel anhören, Lesen mit einfachen Silben und Wörtern üben und dann langsam steigern. Die Fibel ist sowieso ein guter Orientierungspunkt: mit welchen Buchstaben wird angefangen, wann kommt welcher Buchstabe, Schriftart und Schriftgröße?“ Aber noch wichtiger findet die erfahrene Lehrerin, dass „die Kinder frühzeitig durch viele unterschiedliche Bilderbücher und Vorlesebücher an die Literatur herangeführt werden und so von alleine neugierig auf das (Selber-)Lesen werden.“ Und dann könnten Erstlesebücher den Einstieg in das Lesen erleichtern. „Kinder können so schneller ein Erfolgserlebnis haben und stolz auf sich sein. Im besten Fall heißt es dann bald: Ich schaffe es schon alleine!“, sagt Sandra Schulze.

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Christine Schniedermann Autorin

Christine Schniedermann ist Mutter, freie Journalistin und Autorin

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