Weihnachtszeit ist Zuckerzeit – Die Menge macht‘s

AOK Bayern

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Was wäre die Weihnachtszeit ohne Plätzchen und Naschereien?

Davon lassen wir uns alle gerne das Leben versüßen. „Süßigkeiten können selbstverständlich in Maßen verzehrt werden. Die Menge macht’s. Wenn in der Adventszeit schon mehr genascht wird, sollte man ganz besonders auf den versteckten Zucker in Fertigprodukten achten und diesen vermeiden. Das gilt allerdings das ganze Jahr über“, so Manuela Breitenberger, Ernährungsexpertin bei der AOK in München.

Rund 90 Gramm Zucker verbrauchen Deutsche im Durchschnitt pro Tag. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält das für zu viel: Kinder sollten täglich höchstens 25 Gramm Zucker, Erwachsene 50 Gramm zu sich nehmen. Das entspricht maximal 6 Teelöffel für die Kleinen und 12 Teelöffel für die Großen.


Als Brennstoff brauchen wir Süßigkeiten nicht.
Die für den Körper wichtige Glukose, also Traubenzucker, kann unser Körper selbst aus Stärke herstellen, z.B. aus Nudeln, Vollkornbrot und Kartoffeln. Diese langkettigen Kohlenhydrate versorgen den Körper länger mit Energie als Haushaltszucker.

Versteckter Zucker in Fertigprodukten

Dass Limo, Cola und Schokolade viel Zucker enthalten, ist klar. Wissen Sie auch, wieviel versteckter Zucker in Cornflakes, gekauften Saucen, Fruchtjoghurt, Ketchup und anderen Fertigprodukten steckt?

Hier lohnt sich ein Blick auf die Verpackung. Seit 2016 müssen Hersteller angeben, wieviel Zucker auf 100 g im Produkt enthalten ist.

Zucker wird dabei nicht immer deutlich als solcher gekennzeichnet. Auch bei sogenannten zuckerarmen Produkten setzt die Industrie oft andere Zuckerarten hinzu. Sie heißen z.B. Dextrose, Invertzuckersirup, Maltodextrin, Süßmolkenpulver oder Gerstenmalzextrakt und sind ebenso ungesund. Der bekannte Kristall- oder Haushaltszucker heißt Saccharose.


Manuela Breitenbergers einfachster Tipp um Zucker zu sparen: „Mehr selber kochen und Gerichte aus frischen, natürlichen Zutaten zubereiten. Zu Weihnachten bieten sich Apfel, Nuss und Mandelkern an, wie es in dem bekannten Gedicht heißt. Das ergibt eine gesunde Mischung im Nikolausstiefel.“

Auch in fertigem (Kinder-)Punsch ist häufig zum natürlich enthaltenen Fruchtzucker aus Saft noch extra Zucker zugesetzt. Dabei gibt es ganz einfache, leckere Rezepte zum Selbermachen, zum Beispiel Apfelpunsch.

Apfelpunsch mit Roibusch-Tee (für 1 Person)
½ mürber Apfel
1 EL Zitronensaft
1 TL flüssiger Honig
50 ml Apfelsaft
200 ml Wasser
1 Beutel Roibusch Tee
je 1 Msp. gem. Zimt
Sternanis und gem. Ingwer
1 Zimtstange

Den Apfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch in Ringe schneiden. Zitronensaft, Honig und Apfelsaft verrühren. Die Apfelringe in ein großes Teeglas legen und mit der Apfelsaftmischung übergießen. 30 Minuten ziehen lassen. Inzwischen 200 ml Roibusch-Tee zubereiten, die gemahlenen Gewürze hinzufügen. Den heißen gewürzten Tee über die Apfelringe gießen, die Zimtstange zum Umrühren in das Glas stellen.

Mehr Infos unter: gesundheit.aok.de/zucker/

Bild: ©AOK Bayern