Berlin mit Kind

Ausflugstipps für Familien in Berlin

Das Brandenburger Tor in Berlin

Ein Familienkurzurlaub in der Hauptstadt

Berlin ist bunt, groß und für Familien ist richtig viel geboten. Schon lange stand die Weltmetropole Berlin auf unserer Reiseliste. Mit unseren Kids 7 und 11 Jahre besuchten wir die Hauptstadt in den Weihnachtsferien. Vier Tage Berlin, da gab es viel zu entdecken. Unsere Ausflugstipps für Familien in Berlin:

Zu Besuch beim Deutschen Bundestag mit Rundgang durch die Kuppel

Der Besuch des Deutschen Bundestages stand ganz oben auf unserer Liste. Im Vorfeld erfuhr ich, dass der Rundgang durch die Kuppel online gebucht werden kann. Der Termin für den Besuch wird nach der Anmeldung per Mail bestätigt. Es können drei Termine angegeben werden. Unser Termin fand am Abend um 19:30 Uhr statt. Dort angekommen mussten wir unsere Ausweise und die der Kinder vorlegen. Die Sicherheitsmaßnahmen erinnerten uns stark an die Sicherheitskontrollen am Flughafen. Um Punkt 19:30 Uhr startete unsere Gruppe mit dem Besuch des Bundestages. Sehr aufregend, wenn man bedenkt, dass hier die Gesetze verabschiedet werden, quasi im Herzen der Demokratie.

Mit Hilfe eines Audioguides erfuhren wir Wissenswertes über das Reichstagsgebäude und seine Umgebung. Für unsere Kinder gab es einen eigenen Kinder-Audioguide. Sie lauschten gebannt dem Erzähler im Ohr.  Die Kinder waren begeistert und der Ausflug ein absolutes Highlight.

Info:
Die Kuppel auf der Dachterrasse hat fast jeden Tag geöffnet – nur am 24. Dezember und 31. Dezember ab 16 Uhr nicht.

Das Brandenburger Tor – Das wichtigste Wahrzeichen Berlins

Ein MUSS bei einem Berlintrip. Das Brandenburger Tor ist das wichtigste Wahrzeichen der Stadt. Hier verlief ab 1961 die Berliner Mauer. Am Tor angekommen, wurden ausgiebig Fotos gemacht. Die Kinder waren begeistert endlich an diesem wichtigen Ort zu stehen. Sie kannten es ja von der deutschen Euro-Münze.

Das Brandenburger Tor Berlin

Galerie der Stahlfiguren

Entdeckt haben wir die Galerie, als wir im Bus Richtung Brandenburger Tor saßen. Uns fiel die Riesenfigur eines Transformers im Schaufenster auf. So entschieden wir uns, nach der ausgiebigen Fotosession am Brandenburger Tor, die Gallery of Steel Figures zu besuchen. Sie ist die erste und einzige Ausstellung der Welt, für die 120 Künstler Altmetall, von ausrangierten Autoteilen, über Zahnräder, zu Muttern und Schrauben in fantastische Skulpturen verwandelten.

In der Galerie in Berlin sind über 50 dieser Kunstwerke zu sehen. Sie waren teilweise doppelt so groß wie wir. Die Kids waren hellauf begeistert und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Sie machten Unmengen an Fotos mit Hulk, Jack Sparrow, E.T., Spiderman und Chewbacca. Der Papa war von den ausgestellten Luxusautos und Motorräder beeindruckt. Die Galerie ist unglaublich familienfreundlich, denn anfassen war erlaubt. So konnten wir Eltern entspannt durch die Galerie gehen ohne Stress und total relaxt 😉

www.galleryofsteelfigures.com/berlin/de/

Alexanderplatz und die Weltzeituhr

Der Alexanderplatz wird auch oft nur Alex genannt. Hier steht das höchste Bauwerk Deutschlands, der Berliner Fernsehturm. Die lange Schlange hielt uns davon ab hinauf zu fahren. Wir liefen weiter um die 10 Meter hohe Weltzeituhr in Augenschein zu nehmen. Über 148 Städtenamen sind hier angebracht. Sogar mein Geburtsort „Bagdad“.  Nachdem Rundgang am Alexanderplatz entschieden wir uns das Sightseeing zu unterbrechen und einen Kinofilm anzuschauen. Das ist das schöne an einem privaten Rundgang, man kann jederzeit unterbrechen, um die Akkus aufzutanken.

Die Weltzeituhr am Alexanderplatz in Berlin

Gedächtniskirche | KaDeWe – Kaufhaus des Westens | KuDamm

Das bekannteste Wahrzeichen von Berlin-West ist die Gedächtniskirche am Breitscheidplatz. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie 1943 stark beschädigt. Nur die Turmruine blieb übrig, die heute ein Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung darstellt. Hier angekommen war es etwas befremdlich die großen LKW Blocker vor dem Eingang des Weihnachtsmarktes zu sehen. Dies drückte etwas auf die Stimmung von uns Eltern. Nach dem Weihnachtsmarktbesuch schlenderten wir weiter bis zum KaDeWe (Kaufhaus des Westens). Hier genossen wir die Wärme und gingen auf Entdeckungsreise. Die Kids waren von dem überdimensionalen Angebot ziemlich beeindruckt. Danach legten wir eine Kaffee & Heiße Schokolade Pause mit süßen Leckereien ein.
Der Kurfürsten Damm, die berühmteste Strasse der Berliner Hauptstadt, ist bestens geeignet zum Shoppen und Sightseeing. Der Zoo und das Aquarium, zwei weitere Highlights Berlins, sind gleich um die Ecke vom KuDamm.

WelcomeCard Berlin | Rundfahrt mit der Buslinie 100

Bei der Recherche im Vorfeld unserer Reise sind wir auf die „Berlin WelcomeCard“ gestoßen. Sie bietet für 48 Stunden, 72 Stunden oder 5 Tage freie Fahrt mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln. Wir testeten die Card für 72 Stunden. Besonders familienfreundlich ist, dass jeder Erwachsene bis zu drei Kinder (im Alter von sechs bis 14 Jahre) kostenfrei in den öffentlichen Verkehrsmitteln mitnehmen kann.

Die Berlin WelcomeCard ist gleichzeitig eine Rabattkarte. Bei sehr vielen Freizeitanbietern in Berlin und Potsdam erhält man einen Rabatt von 25 % bis 50 %. Das schließt viele Attraktionen, Stadtrundfahrten, Fahrradtouren, Stadtrundgänge, Bootsfahrten, Museen & Ausstellungen sowie Restaurants ein.

Wir nutzten die Card bei unseren Fahrten mit dem Bus, der S-Bahn und der U-Bahn. Außerdem bekamen wir bei einigen unserer Eintritte Rabatt.

Weitere Infos hier: berlin-welcomecard.de

Das Naturkundemuseum

Das Naturkundemuseum in Berlin ist eines der größten Naturkundemuseen in Deutschland. Es ist ein tolles Museum mit vielen und interessanten Exponaten, die sehr informativ dargestellt waren. Wir hatten außerdem das Glück die größte Schnauze Berlins zu sehen, den T-Rex Tristan. Das zwölf Meter lange und vier Meter hohe tiefschwarze Skelett hat uns sehr fasziniert. Er ist eines der am besten erhaltenen Skelette weltweit. Von rund 300 Knochen sind bei ihm 170 erhalten. Allerdings wird er ab dem 26.01.2020 für ein Jahr nach Kopenhagen ausgeliehen.

Checkpoint Charlie | Die Mauer | Ost- und West-Berlin

Der Checkpoint Charlie war einer der Berliner Grenzübergänge durch die Berliner Mauer zwischen 1961 und 1990. Er gehört ebenfalls zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Berlins. Unser Junior (7 Jahre) konnte wenig mit den Resten des Kontrollhauses anfangen, aber unsere 11-Jährige fand es unglaublich interessant.  Eine Stadt die in einen Ost- und Westteil geteilt und durch eine Mauer getrennt war, einfach unvorstellbar für sie. Für uns war dieser Besuch dieses geschichtsträchtigen Ortes  ein Muss. Von hier aus ging es weiter zu TimeRide Berlin.

TimeRide Berlin – Eine Reise nach Ost-Berlin

Wir kannten TimeRide bereits von München und wollten in Berlin ebenfalls auf Zeitreise gehen. Es war ein cooles Erlebnis besonders für uns Eltern und unser Mädchen.  Zu erst erhält man mit Hilfe eines Filmes einen Einblick in das Leben der Menschen in West- und Ost-Berlin. Die Bildschirme sind in einer Mauer (nach dem Vorbild der Berliner Mauer) eingebaut. Im nächsten Raum wurde auf einer Leinwand das Leben von drei Zeitzeugen aus der DDR und West-Berlin vorgestellt. Im Anschluss entschieden wir uns für einen der Zeugen. Dieser begleitete uns dann auf unserer Zeitreise. Anschließend setzten wir uns in einen Bus. Wir bekamen die VR Brillen aufgesetzt und die Reise ins Berlin der 80er Jahre begann. Der Bus rollte auf den Checkpoint Charlie zu und unser Zeitzeuge erzählte uns von seinen Erlebnissen und Erfahrungen. Mit den Brillen hat alles bestens funktioniert und wir tauchten in die Geschichte ein. Abgesehen von unserem Junior hat uns das Erlebnis sehr gut gefallen. Für unseren 7-Jährigen war es zu wenig Action. Sein Interesse galt nicht der Erzählung sondern mehr dem Geschehen rund um den Bus.

Holocaust-Mahnmal 

Auch „Denkmal für die ermordeten Juden in Europa“ genannt. Es steht mitten in Berlin in der Nähe vom Brandenburger Tor. Die 2711 Betonblöcke in unterschiedlichen Höhen sollen an den Holocaus erinnern. Unser Kleiner fand es spannend in diesem Labyrinth herum zu gehen. Unsere große Tochter war sehr an der Geschichte hinter diesen Blöcken interessiert.

Potsdamer Platz | Sony Gebäude | Boulevard der Stars

Das erste was uns am Potsdamer Platz auffiel waren die Hochhäuser. Hier reihen sich Einkaufs- und Shoppingcenter, Kinos und Cafés aneinander. Der Potsdamer Platz ist ein richtiger Hingucker und die einst so häßliche Berliner Mauer, die den Platz teilte, ist nur noch zu erahnen. Heute stehen nur noch ein paar Relikte der Mauer am Platz. Ein Blickfang am Potsdamer Platz ist das Sony Center. Das Forum mit dem spektakulären Dach, ist ein Hingucker. Vor allem auch bei Nacht, wenn es leuchtet.
Der Boulevard der Stars in der Nähe des Potsdamer Platzes ist die deutsche Version des Walk of Fame in Hollywood. Auf dem Mittelstreifen der Potsdamer Straße (sehr befahren) sind Messingsterne mit dem Namen, Lebensdaten und dem Autogramm der Persönlichkeit in den Boden eingelassen. Mit Hilfe von Meterhohen Säulen vor den Sternen, konnten wir beim Hindurchschauen die Stars stehen sehen. Kein wirklicher Höhepunkt oder Muss. Wenn man am Potsdamer Platz ist, kann man es sich ansehen, aber extra dafür muss man mit den Kindern nicht hin.

Kulinarik 

Bei unserem Kurzurlaub in Berlin waren wir immer in Berlin Mitte beim Essen. Rund um unsere Unterkunft gab es eine Menge an Restaurants und Cafés. Es fiel uns richtig schwer zu entscheiden wohin wir zum Essen gehen sollten. Italienisch, Japanisch, Israelisch, Türkisch, Französisch oder Amerikanisch. Die Auswahl war unglaublich groß. Unsere Unterkunft hatten wir extra ohne Frühstück gebucht, da wir unbedingt viele unterschiedliche Frühstücks-Location ausprobieren wollten. Wir entdeckten die leckersten PanCakes, French Toasts und Früchte Bowls.

Unterkunft | Das Generator Hostel in Berlin-Mitte

Bei der Auswahl unserer Unterkunft war das wichtigste Kriterium für uns, mitten in Berlin zu sein. Wir entschieden uns für das designhostel Generator. Unser Zimmer war ziemlich überschaubar. Wir hatten ein Vier-Bett-Zimmer (Stockbetten) mit Bad. Frühstück kann dazu gebucht werden. Zum Hostel gehört ein eigenes Restaurant und Café mit Sitzmöglichkeiten im Freien. Das Hostel befindet sich im Herzen der Stadt, umgeben von Kunst und Kulinarik. Viele Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß erreichbar und die S-Bahn nur eine Minute entfernt. Für die Kids war es ein Erlebnis mit den Eltern zusammen in Stockbetten zu übernachten. Die Betten waren super gemütlich und der Lärm der Stadt kaum der Rede wert.

Adresse: Oranienburger Strasse 65, 10117 Berlin

Fazit

Berlin mit Kindern macht richtig Spaß. Bleibende Erinnerungen und Eindrücke nehmen wir mit. Und es steht fest, wir müssen Berlin auch nochmal im Sommer besuchen.

Berline Bär