Kindergeburtstag unter freiem Himmel – das gilt es zu beachten

Einen Kindergeburtstag im Freien zu feiern, ist mutig. Nicht etwa, weil es eine andere Qualität der Betreuung ist, eine Horde Kinder im Freien zu hüten, sondern weil der Unsicherheitsfaktor „Wetter“ zu all den ungeplanten Unwegbarkeiten eines Kindergeburtstages quasi noch on top kommt. Dennoch gilt: Ein Kindergeburtstag unter freiem Himmel kann funktionieren – wenn die folgenden Tipps beachtet werden.

Ein Kindergeburtstag lässt sich nicht nur zuhause oder im Funpark feiern. Gerade in der Natur warten spannende Abenteuer auf den Nachwuchs.

Tipp 1: Kurzfristige Einladung

Eine möglichst kurzfristige Einladung ist insofern gut, als das vergleichsweise flexibel auf die Wetterverhältnisse reagiert werden kann. Von April bis September kann das Wetter grundsätzlich für einen Outdoor-Geburtstag geeignet sein, doch natürlich gibt es auch in diesem Zeitraum Regentage.

Deswegen gilt: Im besten Fall steht das Konzept des Outdoor-Kindergeburtstages, doch die Einladung wird erst kurzfristig verschickt – dann, wenn der Wetterfrosch quasi grünes Licht gibt. Wem diese Planung zu wage ist, der kann sich mit einem Hinweis auf der Einladungskarte behelfen. Ausgewiesen wird der Wunschtag für den Outdoor-Kindergeburtstag. Darüber hinaus gibt es einen Hinweis auf der Karte, welcher Ausweichtermin gilt, wenn das Wetter keine Outdoor-Party zulässt.

Wichtige Informationen auf der Einladungskarte zum Outdoor-Kindergeburtstag sind diese Hinweise:

  • Zeit: Von wann bis wann soll gefeiert werden?
  • Ort: Wo startet der Outdoor-Geburtstag und wo endet er?
  • Aktion: Welche Aktionen stehen an? Das sollte zwar für die Kinder im besten Fall zur Überraschung werden, sollte aber insofern klar sein, dass die Eltern der eingeladenen Kinder abschätzen können, auf welche Risiken, Gefahren oder auch Allergien sie die betreuenden Eltern vorbereiten sollen (Tierallergien, Essensallergien, etc.).
  • Nummer: Im besten Fall tauschen die Eltern untereinander die Nummern aus. So können sie sich gegenseitig erreichen – wenn eine Rücksprache unterwegs erforderlich ist oder der Zeitplan ins Wanken gerät.

Einen Outdoor-Kindergeburtstag zu planen, bedeutet auf die Kräfte des schwächsten Gruppenmitglieds zu achten. Das heißt: Eine kleine Wanderung darf in der Länge das jüngste und schwächste Mitglied der Kindertruppe nicht überlasten.

Tipp 2: Ein vielseitiges Ziel auswählen

Wo der Outdoor-Geburtstag gefeiert wird, darf natürlich das Geburtstagskind mit entscheiden. Allerdings sollten Eltern an dieser Stelle beratend eingreifen, damit das Outdoor-Ziel möglichst vielseitig nutzbar ist. Da es sich bei einem Kindergeburtstag nicht um eine mehrtägige, wohl aber um eine mehrstündige Veranstaltung handelt, sollte das Outdoor-Ziel mit Blick auf diese Punkte ausgewählt werden:

  • Im besten Fall ist das Outdoor-Ziel ein Mix aus Bewegung, Abenteuer und Lerninhalten. So könnte beispielsweise eine Moorwanderung am Kloster Benediktbeuren eine pfiffige Idee für einen Kindergeburtstag sein. Im besten Fall lotsen einzelne Rätsel die Kinder durch den Rundweg, auf den Barfußpfad und zum Erlebnisbiotop.
  • Für Tierliebhaber könnte ein Besuch auf der Kinder- und Jugendfarm in Neuaubing ein Ziel für den Kindergeburtstag sein. Diese Option wird ausschließlich nachmittags angeboten. Dann ist viel Zeit, um Schweine, Gänse, Hühner und Enten zu beobachten – und den Abend der Abenteurer am gemeinsamen Lagerfeuer ausklingen zu lassen.

Als Alternative zum vorgeplanten Abenteuer kann eine Entdeckertour auch in Eigenregie geplant werden. Was es braucht, ist eine Wegstrecke von etwa fünf Kilometern, die je nach Alter der Kinder auch länger oder kürzer ausfallen darf. Zudem braucht es einige Aufgaben, um den Weg spannend zu gestalten. Das kann ein Laufzettel sein, der dazu beauftragt, verschiedene Dinge in der Natur zu suchen, oder eine Art Schnitzeljagd, bei der die Suche des richtigen Pfades das eigentliche Ziel ist. Im besten Fall endet der Geburtstag bei einem Wasserspielplatz, an dem nach der Brotzeit nach Herzenslust gespielt werden kann.

Wer sich ein paar spannende Aufgaben für den Outdoor-Geburtstag ausdenkt, verhindert, dass es den Kindern langweilig wird. Eine Aufgabe in der Natur könnte beispielsweise sein, einen Blumenstrauß zu pflücken. Jungs schätzen eher spannende Aufgaben, wie etwa das Anfertigen eines kleinen Floßes, das über den See tuckern kann.

Tipp 3: Eine gute (mentale) Vorbereitung verhindert Stress

Jeder Kindergeburtstag lässt den Adrenalinspiegel der Eltern ansteigen, denn natürlich soll der Nachwuchs einen wunderschönen Geburtstag verleben dürfen, doch die Verantwortung für die anderen Kinder wiegt schwer. Eine gute Vorbereitung ist wichtig, um den Stresslevel für die Eltern so gering wie möglich zu halten.

Dabei verhelfen diese Tipps:

  • Betreuungspersonal organisieren. Selbst wenn die Kinder schon im Grundschulalter sind, ist es eine gute Idee, mit mehreren Betreuungspersonen den Kindergeburtstag zu bestreiten. Dass macht immer dann Sinn, wenn verschiedene Altersgruppen von Kindern zusammentreffen, weil beispielsweise Freunde aus dem Kindergarten dazu kommen oder Geschwisterkinder mit dabei sind. Als Faustregel gilt: Pro vier Kinder sollte ein Erwachsener dabei sein. Das entspannt die Lage.
  • Regeln ja, Erziehung nein. Wer einen Kindergeburtstag veranstaltet, sollte sich von der Vorstellung verabschieden, dass jedes eingeladene Kind ebenso „funktioniert“ wie das eigene. Stattdessen ist es wichtig, Grundregeln zu formulieren – wie etwa, dass alle Kinder beisammen bleiben – was insbesondere bei einem Outdoor-Geburtstag besonders wichtig ist. Zudem ist es wichtig, auf etwaige Unverträglichkeiten der einzelnen Kinder vorbereitet zu sein und die wichtigsten Erste-Hilfe-Kniffe bei Kindern zu beherrschen. Eine Erziehungsleistung kann und soll der Kindergeburtstag hingegen nicht sein. Nach etwa vier Stunden ist der Spuk ohnehin vorbei.

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