Schwanger

Was man jetzt schon für das Kind tun kann

Es geht schon vor der Schwangerschaft los

Ehe das Kind zur Welt kommt, vergehen unzählige Wochen. Doch schon vor der Schwangerschaft können künftige Mamas einiges für ihre Kleinen tun. Sie können schon einmal auf gefährliche Gewohnheiten verzichten, wie Alkohol und Nikotin.

Frauen sollten sich vor einer Schwangerschaft schon körperlich fit halten, im Idealfall auch noch mal zum Zahnarzt gehen. Die Ernährung spielt sowohl vor der Schwangerschaft als auch währenddessen und auch in der Stillzeit eine große Rolle. Sich damit zu beschäftigen, ist daher sinnvoll.

Mediziner sagen, dass bereits zwei bis drei Jahre vor einer Geburt damit begonnen werden kann, auf die eigene Gesundheit und Ernährung zu achten. Das gilt sowohl für die Mutter als auch den Vater. Die körperliche Verfassung der beiden und das, was sie zu sich nehmen, spielt später für das Kind eine große Rolle. Im Fachmagazin The Lancet fassten die Wissenschaftler mehrere Studien zusammen. Dabei spielten folgende Punkte eine große Rolle als Vorbereitung auf eine Schwangerschaft:

  • Rauchen
  • Alkohol
  • Übergewicht
  • Unterernährung
  • Mikronährstoffe

Wenn sich beispielsweise die Eltern falsch ernähren, kann das beim Kind offenbar lebenslang das Risiko erhöhen, selbst Erkrankungen des Nervensystems, Immunsystems, Stoffwechsels sowie des Herz-Kreislauf-Systems zu erhalten. Zu dieser Erkenntnis kamen die Forscher.

Im Hinblick auf Drogen, Alkohol und Tabak reichen drei Monate vor einer Schwangerschaft zwar aus, um den richtigen Weg einzuschlagen. Beim Thema Übergewicht und Nährstoffe sollten Eltern jedoch schon zwei bis drei Jahre vor der geplanten Schwangerschaft aktiv werden. Im Übrigen wird von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auch empfohlen, dass die positiven Neuerungen im Leben (wie beispielsweise kein Rauchen mehr) auch nach der Geburt beibehalten werden.

Die Schwangerschaft – das können werdende Mütter tun

Abwarten und Tee trinken während der Schwangerschaft? Nicht unbedingt, denn auch während der Wochen können die baldigen Mamis aktiv werden.

  • Informieren: Ein gutes Mittelmaß ist empfehlenswert. Nicht zu viel über die Schwangerschaft, Kinder und Erziehung lesen – aber auch nicht komplett unwissend sein. Eine Mischung aus guten Freunden, Familie und Internet ist ideal, um an die nötigen Informationen zu gelangen, die künftig wichtig werden.
  • Umzug: Wenn noch ein Umzug ansteht, weil vielleicht die Wohnung künftig zu klein werden könnte, dann möglichst vor der Schwangerschaft umsetzen. Im ersten halben Jahre ist es je nach Gesundheitszustand auch noch okay. Schwierig ist aber, dass der Nestbautrieb bei werdenden Eltern oft erst ab dem sechsten Monat einsetzt. Wer jetzt noch einen großen und körperlich nicht ganz einfachen Umzug planen möchte, wird feststellen, wie anstrengend das sein kann. Besser vorher erledigen, wenn nötig.
  • Kinderzimmerplanung: Da nach einem halben Jahr Schwangerschaft sowohl Mama und Papa langsam nervös werden, ist es gut, etwas zu tun zu haben. Die Einrichtung des Kinderzimmers sowie die vielen Verschönerungen, die damit zu tun haben, sind ideal für die Zeit. Mütter können ihre kreativen Ideen ausleben und sich intensiv Gedanken um Details machen. Sie planen Farben und Möbel und kaufen vielleicht sogar die ersten Kleidungsstücke und Spielsachen. Natürlich ist das in erster Linie für die Eltern, denn die Kleinen nehmen anfangs noch überhaupt nichts war und brauchen auch keine Spielsachen. Sie brauchen Mama und Papa, aber kein kunterbuntes Kinderzimmer. Um sich allerdings sinnvoll zu beschäftigen, ist diese Art Nestbau eine gute Wahl. Die Zeit vergeht schneller und durch das liebevolle Einrichten wächst die Vorfreude.
  • Kinderwagen und Wickelkommode: Zwar brauchen die Kleinen nach der Geburt noch nicht viel, aber ein paar Dinge sind dann doch nötig. Der Kauf von Wickelkommode oder Wickelunterlage sowie eines guten Kinderwagens kann einiges an Zeit kosten. Eltern vergleichen Produkte, stöbern online oder im Fachhandel und versuchen herauszufinden, was für ihren künftigen Sprössling das Beste sein wird. Am besten sollten Eltern die Sachen nicht erst kurz vor der Geburt kaufen. Je nach Schwangerschaftsverlauf kann es ganz anders kommen, sodass vielleicht keine Zeit mehr dafür ist – oder die Ruhe fehlt. Lieber von Anfang an planen, nachdem beispielsweise das erste Drittel geschafft ist.

Obwohl es keine Tätigkeit an sich ist, so stellt natürlich auch die Namenssuche während der Schwangerschaft einen wichtigen Punkt dar. Sind sich beide Eltern einig, ist es überhaupt kein Problem. Wenn Mama und Papa aber ganz andere Ansichten haben, dann kann es schon mal länger dauern, ehe der perfekte Name gefunden ist.

Hier lohnt es sich, ganz in Ruhe zu stöbern, Bedeutungen zu erforschen und auch darüber nachzudenken, ob es gewisse Nachteile beim gewählten Namen gibt. Könnte das Kind später einmal gehänselt werden? Gibt es lustige oder gar fiese Sprüche, die sich auf den gewählten Namen reimen? Das und mehr spielt bei der Namenswahl durchaus eine Rolle.

Vorbereitungskurse und Ausflüge genießen

Neben all den Tätigkeiten, die Eltern in den eigenen vier Wänden schon vornehmen können, gibt es auch noch viele Dinge außerhalb. Sie können ihre Eltern oder andere Familienmitglieder besuchen und Freunde treffen. Irgendwann wird die Zeit knapp und dann ist der kleine Spross schon da. Nach der Geburt stehen Ausflüge definitiv erst mal nicht an erster Stelle, weshalb die freie Zeit noch genossen werden sollte.

Hier ein paar Tipps für Dinge, die nach der Geburt erst einmal schwieriger werden:

Vorbereitungskurse können ebenfalls sinnvoll sein und gehören zum Standard-Repertoire einer jeden werdenden Mama. Doch dabei geht es nicht nur um die Vorbereitung selbst. Auch Kontakte werden geknüpft. Das ist vor allem beim ersten Baby sinnvoll, denn häufig treffen werdende Mütter auf Frauen, die schon ihr zweites oder drittes Kind austragen. Die Ruhe, die die Frauen ausstrahlen, kann positiv abfärben.

Bürokratie nicht vergessen

Während der Schwangerschaft geht es natürlich nicht nur um die schönsten Dinge, wie die Namenswahl. Auch ein bisschen Papierkram gehört zu einer Schwangerschaft und darf nicht vergessen werden.

  • Arbeitgeber informieren
  • Finanzen regeln
  • Versicherungen prüfen
  • Krankenhaus wählen
  • Hebamme wählen
  • Mutterschaftsgeld beantragen

Abschließend bleibt aber nur zu sagen, dass während der Schwangerschaft vor allem eines wichtig ist. Genießen! Diese Zeit kommt nie wieder (zumindest nicht bei diesem einen Baby) und sollte daher in vollen Zügen genossen und bewusst wahrgenommen werden.

In diesem Sinne: auf eine tolle Geburt und eine noch schönere Zeit danach!

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