Margit Auer

Die Schule der magischen Tiere

Interview mit Margit Auer

  1. Wieso schreiben Sie Kinderbücher?

Eigentlich bin ich ja ausgebildete Journalistin und habe viele Jahre für Tageszeitungen geschrieben – eine tolle Zeit! Aber dann, als meine Kinder zur Welt kamen, ging das nicht mehr. Ich fuhr auf Termine und wusste nicht, wie lange sie dauern. Ein Artikel musste bis 14 Uhr fertig sein, aber das Kind wachte vorher auf. Es wurde so stressig, dass ich beschloss, etwas Neues zu beginnen. Gleichzeitig war das die Zeit, in der ich meinen Kindern sehr viel vorgelesen habe. Vieles hat mir gut gefallen, bei manchen Geschichten dachte ich mir: Das kann ich besser. So fing alles an …

 

  1. Was gefällt Ihnen beim Schreiben besonders und warum? Die Entwicklung der Geschichte oder der Charaktere? Das Ausformulieren?

Bevor ich loslege, mache ich einen Schreibplan. Einen kompletten Monat denke ich nur darüber nach, was in dem nächsten Band passieren wird und warum. Der rote Faden muss stimmen: Jedes Kind, das ein magisches Tier bekommt, entwickelt sich weiter. Das ist manchmal so anstrengend, dass ich Kopfweh bekomme! Wenn dann aber die Handlung steht und ich darf sie ausformulieren, das ist einfach nur herrlich. Neue Personen erwachen zum Leben, neue Tiere fangen an zu sprechen … Als Schriftstellerin darf ich eine neue, magischen Welt erschaffen, das finde ich grandios.

 

  1. Wie kamen Sie auf die Idee für „Die Schule der magischen Tiere“?

Ich weiß, wie sehr Kinder ihre Haustiere lieben. Und dachte mir: Mann, wäre das cool, wenn die Haustiere auch sprechen könnten. Ich spinne die Idee immer weiter: Welche Tiere wären spannend? Woher kommen sie? Und schwupp, schon hatte ich Mr. Morrison erfunden.

 

  1. Welches von den magischen Tieren gefällt Ihnen am besten und warum?

Eugenia, die Fledermaus mag ich sehr! Sie ist das erste Tier, das ich mir ausgedacht habe, mit ihr und ihrem lustigen Sprachfehler fing alles an. Eugenia hat alle meine Testleser verzaubert. Die kleine Fledermaus hat mich zu der erfolgreichen Schriftstellerin gemacht, die ich heute bin!

 

  1. Gibt es eine Figur, die Ihnen ans Herz gewachsen ist?

Ganz klar Mr. Morrison. Auch ihn hatte ich von Anfang an genau im Kopf, mit seinem Schlapphut, dem Mantel und Lederstiefeln. Er war der Kauz, von dem ich sofort wusste: Die Kinder werden ihn lieben!

 

  1. Wie läuft ein typischer Autorentag bei Ihnen ab?

Zum Schreiben radle ich ganz gern in die Eichstätter Uni-Bibliothek. Eichstätt hat architektonisch wunderschöne Bibliotheken, die gar nicht überlaufen sind. Zumindest nicht dann, wenn ich da bin: Punkt halb neun bin ich und klappe meinen Laptop auf. Ich schreibe den ganzen Vormittag. Manchmal hänge ich noch ein paar Abendstunden dran, das dann aber zuhause in meinem Büro. Wenn dort bis weit nach Mitternacht Licht brennt, wissen die Nachbarn: Aha, der Abgabetermin rückt näher!

 

  1. Was war Ihr Lieblingsbuch als Kind?

„Mein Esel Benjamin“ von Hans Limmer! Ein kleines Mädchen lebt mit seiner Familie, einer Katze und einem Esel auf einer Insel in Griechenland. Aber dann büxt der Esel aus und das Mädchen geht ihn suchen. Nur mit dem Nachthemd bekleidet tapst sie los. Ich wäre selbst gern dieses kleine Mädchen gewesen!

NEU:
Die Schule der magischen Tiere 8: Voll verknallt!


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Christine Schniedermann ist Mutter, freie Journalistin und Autorin

www.muensterlandroman.de

Beitragsbild: ©Margit Auer