Willibaldsburg zu Eichstätt

Mit spannenden Museen

Burg Eichstätt

Die Willibaldsburg in Eichstätt und die Museen sind ein schönes Ausflugsziel für Familien. Wenn das Wetter passt hat man vom Aussichtsturm einen tollen Blick über das Altmühltal.

Willibaldsburg

Die Burganlage wurde 1355 vom Bischof Berthold Burggraf von Zollern errichtet und diente bis 1725 als Bischofssitz. In den nächsten Jahrhunderten wurde die Willibaldsburg von verschiedenen Bischöfen ausgebaut.

Im 17. Jhd. erfolgte der Umbau der Burg zu einer repräsentativen Residenz. 1633 wurde die Burg von den Schweden erobert aber im gleichen Jahr zurückerobert. Von der 420 m langen Burganlage sind Mauern und Bastionen, das Zeughaus, die 63 m lange Torhalle und der „Gem­mingenbau“ mit den beiden Türmen erhalten. Im Nordflügel des Gemmingenbaus ist das Jura-Museum mit den bekannten Fossilien der Solnhofener Plattenkalke, im Südflügel ist das Ur- u. Frühgeschichtliche Museum untergebracht. 1998 wurde auf der Schmiedbastion der sog. Bastionsgarten mit Pflanzen aus dem Hortus Eystettensis eingerichtet.

Bastionsgarten mit Pflanzen aus dem Hortus Eystettensis

Der Bastionsgarten auf der Schmiedebastion der Willibaldsburg ist ein 1998 neu angelegter Informationsgarten über die Pflanzenwelt des Hortus Eystettensis. Das “Lustwandeln” in einem der bekanntesten Gärten Deutschlands ist seit dem Sommer 1998 wieder möglich: nach 400 Jahren wurde der im Dreißigjährigen Krieg zerstörte “Hortus Eystettensis” zu neuem Leben erweckt. Auf der 1500 Quadratmeter großen Schmiedebastion der Willibaldsburg in Eichstätt entstand unter der Regie der Schloss- und Gartenverwaltung Ansbach ein neuer Garten. Das ehrgeizige Ziel war es, den Besuchern möglichst viele der ursprünglichen Pflanzenarten der Gartenanlage zugänglich zu machen. Dies sicherlich nicht leichte Unterfangen ist gelungen: Wie einst sind auch heute im Eichstätter Garten exotische oder vom Aussterben bedrohte Pflanzen zu Bestaunen.

Museen

In den Museen auf der Willibaldsburg entdeckt man bei einem erlebnisreichen Spaziergang Geheimnisse und Schätze aus Jahrmillionen. In „ein Land vor unserer Zeit“ taucht man beim Besuch der Willibaldsburg in Eichstätt ein. Dort hat das Jura-Museum Eichstätt, eines der schönst gelegenen Naturkundemuseen in Deutschland, sein Zuhause. Es zeigt Fossilien der Solnhofener Plattenkalke und nimmt mit auf eine Reise in eine rund 150 Millionen Jahre alte tropische Insel-, Riff- und Lagunenlandschaft. Das vielleicht eindrucksvollste Fossil ist ein Original des Urvogels Archaeopteryx. Das Museum beherbergt außerdem den „Juravenator starki“, Europas besterhaltenen Raubdinosaurier.

Im Archaeopteryx-Saal erzählt das Museum die Geschichte der Vogelevolution von den gefiederten Raubdinosauriern bis zu den „modernen“ Vögeln. Die neu gestaltete Ausstellung im Hauptsaal des Museums zeigt die Unterwasserwelt der Plattenkalke. Besonders prachtvoll sind die Aquarien mit ihren leuchtenden Riffkorallen, farbenfrohen Korallenfischen und „lebenden Fossilien“ wie Pfeilschwanz, Nautilus und Knochenhecht. Außerdem bietet das Museum spannende Museumspädagogik mit Führungen und Exkursionen, einer monatlichen Forschungswerkstatt für Kinder, öffentlichen Aquarienfütterungen und Schaupräparation.

Im Museum für Ur- und Frühgeschichte – ebenfalls auf der Willibaldsburg – werden Exponate archäologischer Grabungen ausgestellt – Originalfundstücke aus der Steinzeit bis zum Frühmittelalter: Zum Beispiel das Skelett eines ca. 50.000 Jahre alten Mammuts, Funde zur Eisengewinnung der Kelten und Zeugnisse römischer Kultur. Unter den römischen Fundstücken befindet sich eine „Groma“. Dieses Vermessungsinstrument der Römer ist das einzige, das nördlich der Donau gefunden wurde. Beide Museen und ihre Sammlungen geben eindrucksvoll Aufschluss über die geologische und kulturelle Entwicklung der Region um Eichstätt – der Besuch der Willibaldsburg wird so zu einem erlebnisreichen Spaziergang durch die Jahrmillionen.

Bilder: © Ein herzliches Dankeschön an Christine R. für diesen tollen Tipp und die schönen Bilder!

Adresse:
Willibaldsburg
Burgstraße 19
85072 Eichstätt

Lage:
Zur Burg auf einem Bergrücken westlich des Zentrums führen von der Bundesstraße 13 aus eine Straße und Fußwege.

Parken:
Parkmöglichkeit für Pkw direkt im Burghof.

Öffnungszeiten:
01. April bis 30. September
Dienstag bis Sonntag, feiertags: 09:00 bis 18:00 Uhr
01. Oktober bis 31. März
Dienstag bis Sonntag, feiertags: 10:00 bis 16:00 Uhr
1. Januar, Faschingsdienstag, 24./25.Dezember und 31. Dezember geschlossen.

www.eichstaett.de